Kräuter

Rosmarin trocknen im Dörrautomat: So klappt es

Veröffentlicht: 08.11.2025
Lesezeit: 4 Min.

Praktische Anleitung, wie du Rosmarin im Dörrautomat schonend trocknest, Zeit und Temperatur optimal einstellst und das Aroma erhältst. Tipps zur Lagerung und Anwendung.

So bereitest Du Rosmarin für den Dörrautomat vor

Rosmarin richtig ernten

Ich ernte meinen Rosmarin am liebsten am späten Vormittag, wenn der Tau abgezogen ist. Da ist das Aroma am rundesten. Bei mir im bayerischen Schrebergarten hat sich gezeigt: Schneide junge, nicht ganz verholzte Triebe – so 10 bis 15 cm lang. Die bringen den besten Duft, egal ob Deine Pflanze gerade kurz vor oder nach der Blüte steht.

Nimm eine scharfe, saubere Gartenschere und setze den Schnitt knapp über einer Verzweigung. Denkt daran: Lieber mehrere kurze Triebe ernten als einen dicken, alten Ast. Das regt die Pflanze zu buschigem Wuchs an. Meine winterharte Sorte „Blue-Winter“ steckt das prima weg und liefert zuverlässig frische Triebe.

Zweige waschen und trocknen

Wenn der Rosmarin staubfrei ist, wasche ich ihn gar nicht. Nach einem windigen Tag oder wenn die Zweige erdig sind, spüle ich sie kurz unter kaltem Wasser ab. Danach lege ich sie auf ein sauberes Küchentuch und tupfe sie gründlich trocken.

Ich lasse die Zweige anschließend 30 bis 60 Minuten an der Luft antrocknen. In meiner Erfahrung verkürzt das die Dörrzeit deutlich und verhindert muffigen Geruch. Verlese dabei braune Nadeln oder kleine Tierchen – dann landen nur die schönsten Triebe im Gerät.

Optimale Größe fürs Dörren

Ich dörre Rosmarin auf zwei Arten – beide funktionieren super:

  • Ganze Zweige: 8–10 cm lange Stücke, locker auf den Einschüben verteilt.
  • Nur Nadeln: Mit der Hand vom Zweig streifen und auf eine fein gelochte Matte oder ein zugeschnittenes Backpapier legen, damit nichts durchfällt.

Wichtig ist eine dünne, gleichmäßige Schicht. Je luftiger Du belegst, desto gleichmäßiger trocknet alles.

Rosmarin im Dörrautomat dörren - Meine Schritt-für-Schritt-Anleitung

Temperatur einstellen

Für Kräuter stelle ich 40 °C ein. Das hält das Aroma wunderbar frisch. An sehr feuchten Tagen gehe ich kurzzeitig auf 45 °C, damit die Restfeuchte rauskommt. Ich nutze dafür aktuell den Dörrautomaten von Cosori mit fünf stapelbaren Tabletts*, der mir eine gleichmäßige Luftzirkulation liefert – das macht bei Kräutern viel aus.

Tipp Icon

Mein Tipp: Für volles Aroma trockne ich meine Kräuter bei 40 °C. Die gleichmäßige Luftzirkulation in diesem Dörrautomaten ist dafür einfach Gold wert.

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Lege die Einschübe nicht zu voll und lasse einen Hauch Platz, damit die Luft gut zirkuliert. Das funktioniert super für gleichmäßiges Ergebnis.

Dörrzeit beachten

Je nach Füllmenge, Größe der Zweige und Luftfeuchtigkeit dauert Rosmarin bei 40 °C meist 2 bis 5 Stunden. Ganze Zweige brauchen bei mir oft 3 bis 4 Stunden, lose Nadeln sind eher nach 2 bis 3 Stunden fertig.

Ich drehe die Einschübe nach der Halbzeit einmal durch. Denkt daran: Lieber öfter kurz kontrollieren als zu lange warten – Rosmarin kann schneller knusprig werden, als man denkt.

Wann ist der Rosmarin fertig?

Der beste Test: Lass eine Probe 5 Minuten abkühlen. Reibe sie dann zwischen den Fingern. Sind die Nadeln spröde und brechen sauber, passt es. Fühlen sie sich noch gummiartig an, braucht es noch Zeit.

Ganze Zweige sind fertig, wenn die dünnen Stiele beim Biegen knackig brechen. Die Farbe bleibt idealerweise sattgrün. Wenn sie zu olivbraun wird, war die Temperatur zu hoch oder die Zeit zu lang.

Getrockneten Rosmarin lagern und verwenden

Richtig lagern für intensives Aroma

Ich fülle den vollständig abgekühlten Rosmarin in saubere, trockene Schraubgläser. Ganze Nadeln oder kurze Zweige behalten ihr Aroma länger als zerkleinerte.

Stelle die Gläser dunkel und kühl ins Regal – weit weg vom Herd. In meiner Erfahrung lohnt es sich, das Glas in der ersten Woche einmal täglich kurz zu schütteln. Bildet sich beschlagene Feuchte, war der Rosmarin noch nicht ganz trocken; dann einfach nachdörren. Mit diesem kleinen Check bleibe ich auf der sicheren Seite.

Meine Lieblingsanwendungen

Rosmarin ist aus meiner Küche nicht wegzudenken. Ein paar Ideen, die bei mir immer gut ankommen:

  • Kartoffelspalten: Olivenöl, grobes Salz, Knoblauch und eine Prise Rosmarin – ab aufs Blech.
  • Focaccia: Den Teig vor dem Backen mit Rosmarin, Olivenöl und Meersalz bestreuen.
  • Marinade für Gemüse oder Tofu: Zitronenabrieb, Honig oder Ahornsirup, Senf, Rosmarin.
  • Rosmarin-Salz: 1 Teil Rosmarin grob mörsern, mit 3 Teilen Meersalz mischen – ideal zum Nachwürzen.
  • Gewürzöl: Einige Zweige in ein gut verschlossenes Ölglas geben und ein paar Tage ziehen lassen (nur mit ganz trockenem Rosmarin arbeiten).

Haltbarkeit getrockneter Rosmarin

Bei mir bleibt getrockneter Rosmarin gut 12 Monate aromatisch, manchmal auch länger. Am intensivsten ist er in den ersten 6 bis 9 Monaten. Ich beschrifte die Gläser mit Datum – das macht das Rotieren leicht.

Denkt daran: Je kühler, dunkler und trockener die Lagerung, desto mehr Aroma bleibt. Zerkleinern tue ich immer erst kurz vor dem Kochen. Das funktioniert super und hält den Duft richtig schön frisch.

FAQ

Warum sollte ich Rosmarin im Dörrautomat trocknen statt an der Luft oder im Backofen?

Aus meiner Erfahrung trocknet der Dörrautomat deutlich gleichmäßiger und schonender als Backofen oder Lufttrocknen, sodass das Aroma besser erhalten bleibt. Er arbeitet schneller und du hast bessere Kontrolle über Temperatur und Trockenzeit, was verbrannte Geschmackspartikel vermeidet. In meinem Garten nutze ich den Dörrautomat vor allem, wenn ich größere Mengen haltbar machen möchte.

Wann ernte und bereite ich Rosmarin am besten vor, bevor ich ihn im Dörrautomat trockne?

Ich ernte Rosmarin am liebsten am späten Vormittag, wenn der Tau verdunstet ist und die ätherischen Öle noch frisch sind. Entferne gelbe oder beschädigte Nadeln, wasche nur wenn nötig und tupfe die Zweige trocken; zu nasse Kräuter verlängern die Trockenzeit. In meinem Alltag lege ich oft die Spitzen in Einzelreihen auf das Dörrgitter, damit die Luft gut zirkulieren kann.

Welche Temperatur und Trockenzeit sind empfehlenswert beim Rosmarin trocknen im Dörrautomat?

Ich habe festgestellt, dass 35–45 °C eine gute Temperaturspanne ist, um Aroma zu schonen und trotzdem zügig zu trocknen. Die Trockenzeit liegt bei mir meist zwischen 2 und 6 Stunden, abhängig von Feuchtegehalt und ob du ganze Zweige oder nur die Nadeln trocknest. Kontrolliere zwischendurch: die Nadeln sollten knusprig und brüchig sein, bevor du sie lagerst.

Soll ich Rosmarin im Dörrautomat als ganze Zweige oder als einzelne Nadeln legen und wie ordne ich die Schichten an?

Beides funktioniert; ich lasse gern die Spitzen an den Zweigen, weil das Handling einfacher ist, und entferne nur sehr dicke, holzige Teile. Wichtig ist, eine einzelne, lockere Schicht ohne Überlappungen zu legen, damit die Luft frei zirkulieren kann, und die Etagen gelegentlich zu tauschen. Ich habe auch gute Erfahrungen gemacht, wenn man die Nadeln erst nach dem Trocknen von den Stängeln streift, das erhält das Aroma länger.

Wie lagere ich getrockneten Rosmarin richtig, damit Aroma und Farbe erhalten bleiben?

In meinem Haushalt wandert getrockneter Rosmarin in luftdichte, dunkle Gläser an einen kühlen, trockenen Ort, damit Licht und Feuchtigkeit das Aroma nicht schlucken. Mahle die Nadeln erst kurz vor der Verwendung, denn ganze Nadeln halten Geschmack und Farbe am besten. Ich beschrifte das Gefäß mit Datum; aus meiner Erfahrung ist der Geschmack innerhalb von 6–12 Monaten am intensivsten.