Schnittlauch

Frischer Schnittlauch in einem Gartenbeet
Schnittlauch ist ein robustes Küchenkraut mit milder Zwiebelnote und eignet sich für viele kalte und warme Gerichte.

Anbau und Pflege

Schnittlauch (Allium schoenoprasum) gehört zur Lauchfamilie und ist ein mehrjähriges, winterhartes Kraut. Er bildet dichte Horste mit röhrenförmigen Blättern und eignet sich sowohl für Gartenbeete als auch für Balkonkästen.

  • Standort: Sonnig bis halbschattig.
  • Boden: Nährstoffreich, locker und gleichmäßig feucht.
  • Wasser: Regelmäßig giessen, aber Staunässe vermeiden.
  • Teilung: Horste etwa alle 3 bis 4 Jahre teilen, um die Vitalität zu erhalten.

Die violetten Blüten sind essbar und bieten Insekten Nahrung. Wer zarte Blätter bevorzugt, entfernt einen Teil der Blütenstiele frühzeitig.

Verwendung in der Küche

Das Aroma von Schnittlauch ist mild-zwiebelig und passt zu vielen Alltagsgerichten. Meist wird er fein geschnitten und erst zum Schluss ergänzt.

  • Kalte Küche: Kräuterquark, Frischkäse, Dips und Salatdressings.
  • Kartoffel- und Eierspeisen: Klassisch zu Pellkartoffeln, Rührei und Omelett.
  • Suppen und Gemüse: Als frische Garnitur direkt vor dem Servieren.
  • Kräuterbutter: Für Brot, Ofengemüse und Grillgerichte.

Beim langen Mitkochen verliert Schnittlauch deutlich an Aroma und Farbe. Deshalb wird er möglichst frisch verwendet.

Nährstoffe und Einordnung

Schnittlauch enthält unter anderem Vitamin C, Vitamin K, Folat und schwefelhaltige Verbindungen aus der Lauchfamilie. In der Praxis werden meist kleine Mengen verzehrt, die vor allem geschmacklich und als Teil einer kräuterreichen Ernährung relevant sind.

  • Vitamin K: Beitrag zum normalen Knochenstoffwechsel.
  • Vitamin C: Unterstützt das Immunsystem im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung.
  • Schwefelverbindungen: Verantwortlich für die typische Lauchnote.

Traditionell werden Lauchkräuter auch bei Verdauungsbeschwerden erwähnt. Sie ersetzen jedoch keine medizinische Behandlung.

Ernte und Konservierung

Schnittlauch kann während der gesamten Vegetationsperiode geerntet werden. Geschnitten wird idealerweise 2 bis 3 cm über dem Boden, damit die Pflanze rasch nachtreibt.

  • Frischverwendung: Direkt nach dem Schneiden für bestes Aroma.
  • Einfrieren: Fein geschnitten in Portionen einfrieren, z. B. in Dosen oder Eiswürfelformen.
  • Trocknen: Möglich, aber mit deutlichem Aromaverlust.

Für eine kontinuierliche Ernte lohnt es sich, mehrere Horste zeitversetzt zu schneiden.