Küchenkräuter

Basilikum anbauen: Topf, Balkon – Gießen & Überwintern

Veröffentlicht: 18.05.2025
Lesezeit: 4 Min.

Frisches Basilikum im Topf veredelt jedes Gericht – doch die empfindliche Pflanze will gekonnt umsorgt sein. Erfahre, wie du auf Balkon, Fensterbank oder im Zimmer (inklusive Supermarkt-Basilikum) typische Fehler vermeidest und mit Standortwahl, Topfregeln und Kälteschutz lange aromatische Blätter erntest – auf Wunsch sogar mit Überwinterung in der Wohnung.

  • Standort: hell, warm und zugluftgeschützt – passend für Balkon, Fensterbank und Zimmer
  • Gießen & Düngen: konkrete Topfregeln, Fingerprobe und Untersetzer-Management
  • Ernte, Vermehrung & Überwinterung: buschig schneiden, Stecklinge ziehen, drinnen durch den Winter bringen

Basilikum anbauen – Kurz-Anleitung

  1. Topf wählen: Abzugslöcher sind Pflicht; für 1 Pflanze ideal 12–14 cm, größer bei mehreren.
  2. Drainage einbauen: 1–2 cm Blähton/Scherben, damit keine Staunässe entsteht.
  3. Erde einfüllen: lockere Kräutererde (ggf. mit Sand/Perlit), nicht zu schwer.
  4. Einsetzen & angießen: gut anfeuchten, aber kein Wasser im Untersetzer stehen lassen.
  5. Standort: so hell und warm wie möglich (Balkon, Süd-/Westfenster), vor kalter Zugluft schützen.
  6. Gieß-Check: erst gießen, wenn die obersten 2–3 cm trocken sind (Fingerprobe).
  7. Düngen: nach dem Anwachsen bzw. ab 4–6 Wochen moderat (Topf regelmäßig, aber mild).
  8. Ernten: Triebspitzen oberhalb eines Blattpaares schneiden, nicht einzelne Blätter zupfen.
  9. Optional: Supermarkt-Basilikum teilen/umtopfen; Stecklinge ziehen; im Winter hell in der Wohnung überwintern.

Die besten Voraussetzungen für gesundes Basilikum

Idealer Standort: Sonne, Wärme und Schutz

Basilikum ist ein echtes Sonnenkind. Auf dem Balkon oder der Fensterbank braucht es den hellsten Platz, den du bieten kannst – ideal sind mehrere Stunden direktes Licht pro Tag (z. B. am Süd- oder Westfenster). Ein Südbalkon oder ein Beet ohne Schatten von Gebäuden oder Bäumen ist ideal. Vorsicht bei kalten Nächten: dauerhaft unter 10°C wird es kritisch; kurzzeitig kühl steckt es eher weg, wenn es tagsüber wieder warm und hell steht.

Windschutz ist genauso wichtig wie Wärme. Die zarten Blätter vertragen keine Zugluft, die sie austrocknen lässt – auf der Fensterbank deshalb keine kalte Zugluft durch gekippte Fenster. Eine geschützte Ecke neben einer Hauswand oder ein halboffenes Gewächshaus sind gute Optionen.

  • Standort passt, wenn … die Pflanze kompakt wächst und neue Blätter nachschiebt.
  • Standort passt, wenn … die Blätter nicht schlaff werden, sobald es abends kühler wird.
  • Standort passt, wenn … keine Zugluft an der Pflanze zieht (Fensterbank/Zimmer).

Die richtige Erde für kräftiges Wachstum

Basilikum mag es locker und nährstoffreich, aber ohne Staunässe. Eine hochwertige Kräutererde mit etwas Sand oder Perliten gemischt sorgt für die nötige Durchlässigkeit. Selbst gemischte Erde aus Kompost, Gartenerde und Sand im Verhältnis 2:1:1 funktioniert ebenfalls gut.

Vermeide schwere Lehmböden. Sie speichern zu viel Wasser und führen schnell zu Wurzelfäule. Im Topf ist eine Drainageschicht aus Blähton sinnvoll. Etwas Holzkohle-Granulat in der Erde kann Pilzkrankheiten vorbeugen.

Aussaat oder Kauf: Was lohnt sich mehr?

Für Einsteiger sind vorgezogene Pflanzen aus der Gärtnerei praktisch. Man spart Zeit und kann direkt ernten. Achte auf kräftige Triebe ohne gelbe Blätter oder schlaffe Stängel. Wer mehrere Sorten ausprobieren will, sollte selbst aussäen. Samen keimen bei 20–25°C zuverlässig – einfach in Anzuchtschalen streuen, leicht andrücken und feucht halten.

Direktsaat ab Mitte Mai ins Beet vermeidet Stress durch Umtopfen. Bei früher Aussaat im Haus entwickeln die Pflanzen manchmal lange, dünne Triebe, wenn das Licht nicht reicht.

Basilikum im Topf vs. Beet (Quick-Facts)

Kriterium Topf Beet
Wärme lässt sich flexibel an den wärmsten Platz stellen (Balkon/Fensterbank) abhängig vom Standort; kalte Nächte wirken stärker
Wasser schneller trocken, aber gut steuerbar; Staunässe vermeiden gleichmäßiger, aber bei Starkregen Risiko für zu nasse Wurzeln
Schnecken meist weniger Druck je nach Gartenlage teils stärker
Wachstum abhängig von Topfgröße und Düngung bei warmem Boden oft sehr kräftig
Kontrolle über Substrat sehr hoch (Erde/Drainage/Feuchte) geringer (Bodenstruktur vorgegeben)
  • Topfgröße: 12–14 cm für 1 Pflanze; bei mehreren Pflanzen entsprechend größer.
  • Drainage: Blähton/Scherben unten einplanen.
  • Untersetzer: nach dem Gießen kein Wasser stehen lassen.

Supermarkt-Basilikum retten (Umtopfen/Teilen)

  1. Ballen wässern: Topf einmal gut durchfeuchten, damit sich die Wurzeln lösen.
  2. Teilen: den dichten Wurzelballen vorsichtig in 3–6 Portionen auseinanderziehen (Überfüllung lösen).
  3. Frische Erde: jede Portion in einen eigenen Topf mit lockerer Kräutererde setzen (Drainage nicht vergessen).
  4. Gut angießen: Erde gleichmäßig feucht, aber nicht nass halten; Untersetzer nach 10–15 Minuten leeren.
  5. Erholen lassen: 2–3 Tage hell, aber halbschattig stellen.
  6. Dann sonniger: erst danach an volle Sonne gewöhnen (z. B. Balkon oder Süd-/Westfenster).
  7. Erste Ernte: nach dem Anwachsen vorsichtig Triebspitzen schneiden.
  • Hängt trotz Gießen: häufig Wurzelstress (zu voll), Staunässe/Wurzelfäule oder zu dunkel.
  • Gelbe Blätter kurz nach dem Umtopfen: oft Umstellungsstress – gleichmäßig feucht halten und nicht überdüngen.

Pflege-Tipps für üppiges Wachstum

Richtig gießen ohne Staunässe

Basilikum will weder ertrinken noch verdursten. Gieße morgens, wenn die oberste Erdschicht trocken ist. Kurzes Antesten mit dem Finger hilft: Fühlt sich die Erde wie ein ausgewrungener Schwamm an, passt es. Im Hochsommer kann tägliches Prüfen nötig sein – aber immer nur so viel, dass kein Wasser im Untersetzer steht.

  • Fingerprobe: erst gießen, wenn die obersten 2–3 cm trocken sind.
  • Morgens gießen, damit die Pflanze den Tag über versorgt ist.
  • Gleichmäßig feucht halten – nicht dauerhaft nass.
  • Untersetzer-Check: überschüssiges Wasser nach 10–15 Minuten abgießen.
  • Bei Hitze: ggf. täglich prüfen (kleiner Topf trocknet sehr schnell aus).

Ein häufiger Fehler: Die Blätter von oben nass machen. Das fördert Pilzkrankheiten. Gieße stattdessen direkt an der Basis. Im Beet hilft eine Mulchschicht aus Grasschnitt, um die Feuchtigkeit länger zu halten.

Warum hängt Basilikum trotz Gießen? Häufige Ursachen sind Staunässe (Wurzeln bekommen keine Luft), beginnende Wurzelfäule, Mittagshitze auf dunklen Balkonböden, ein zu kleiner Topf oder zu wenig Licht. Sofortmaßnahmen: Untersetzer leeren, Erde abtrocknen lassen, ggf. in frische lockere Erde umtopfen, vorübergehend halbschattig stellen und den Topf vergrößern.

Düngen für intensives Aroma

Ohne Nährstoffe schmecken die Blätter fad. Sobald die Pflanze angewachsen ist (meist nach 4–6 Wochen), kannst du im Topf regelmäßig nachlegen. Ein milder, flüssiger Bio-Kräuterdünger im Gießwasser eignet sich gut. Wichtig: Nicht überdüngen! Zu viel Stickstoff lässt die Pflanzen zwar üppig wachsen, aber das Aroma leidet. Brennnesseljauche ist eine gute Alternative – sie stärkt zusätzlich die Abwehrkräfte.

Bei selbst gemischter Erde mit Kompost reicht oft die Grundversorgung. Topfpflanzen brauchen dagegen häufiger Nachschub, da die Nährstoffe schneller ausgewaschen werden.

  • Rhythmus: im Topf eher regelmäßig und mild, im Beet seltener.
  • Dosierung: lieber schwächer als zu stark.
  • Zu viel Dünger erkennst du an … sehr weichen Trieben, schnellem Längenwachstum und weniger intensivem Aroma.

Schneiden statt zupfen: So bleibt es buschig

Der größte Trick für buschiges Basilikum: Immer die Triebspitzen ernten! Schneide oberhalb eines Blattpaares mit einer sauberen Schere. Die Pflanze verzweigt sich dann an dieser Stelle. Zupfst du einzelne Blätter ab, wächst sie eher sparrig in die Höhe.

Bei blühenden Sorten wie Genoveser-Basilikum solltest du Knospen sofort entfernen. Sobald die Pflanze blüht, steckt sie ihre Energie in die Samenbildung – die Blätter werden kleiner und bitterer.

Ernte und Verarbeitung des Königskrauts

Der perfekte Erntezeitpunkt

Ernte am besten vormittags, wenn der Morgentau abgetrocknet ist. Zu diesem Zeitpunkt ist der Gehalt an ätherischen Ölen am höchsten. Junge Blätter schmecken milder, ältere intensiver. Für Pesto kannst du beides kombinieren – so entsteht eine ausgewogene Würze.

  • Schnitt-Regel: immer oberhalb eines Blattpaares schneiden, nicht einzelne Blätter abzupfen.
  • Menge: nie mehr als ein Drittel der Pflanze auf einmal ernten.
  • Hygiene: saubere Schere/sauberes Messer verwenden.

Im Hochsommer kann man alle ein bis zwei Wochen ernten. Bei blühenden Trieben Knospen früh ausknipsen, damit das Aroma erhalten bleibt.

  • Do: regelmäßig Triebspitzen schneiden.
  • Do: Knospen entfernen, wenn du Blatt-Aroma willst.
  • Don’t: die Pflanze „kahl“ ernten oder nur unten Blätter abreißen.

Frisch verwenden oder haltbar machen?

Frisches Basilikum ist unschlagbar, aber leider nicht lange lagerfähig. Im Kühlschrank hält es sich zwei bis drei Tage, eingewickelt in ein leicht feuchtes Küchentuch. Für Vorräte friere ich die Blätter ganz oder gehackt in Eiswürfelbehältern mit Olivenöl ein.

Trocknen lohnt sich nur bei Sorten mit robusten Blättern wie Griechischem Buschbasilikum. Die meisten anderen verlieren dabei zu viel Aroma. Ein Geheimtipp: Basilikum in Essig oder Öl einlegen – so bleiben Geschmack und Farbe besser erhalten.

Basilikum konservieren (Trocknen vs. Einfrieren)

  • Trocknen: klappt am ehesten bei robusten Sorten, Aroma wird meist deutlich schwächer. Schonend, dunkel und luftig trocknen – nicht zu heiß.
  • Einfrieren: aromatischere Alternative, z. B. gehackt mit Olivenöl als Würfel.
  • Pesto: ebenfalls sehr gut zum Konservieren; frisches Aroma bleibt besser erhalten als beim Trocknen.

Basilikum vermehren (Stecklinge in Wasser & Erde)

  1. Einen gesunden Trieb mit 8–12 cm Länge schneiden.
  2. Untere Blätter entfernen, damit nichts im Wasser/der Erde fault.
  3. Wasser-Methode: Trieb in ein Glas Wasser stellen; Wasser alle 2–3 Tage wechseln.
  4. Erde-Methode: alternativ direkt in feuchte Anzuchterde stecken.
  5. Hell stellen, aber ohne pralle Mittagssonne (Fensterbank/Zimmer).
  6. Nach 7–14 Tagen bilden sich meist Wurzeln.
  7. Eintopfen, wenn die Wurzeln einige Zentimeter lang sind.
  8. Die ersten Tage gleichmäßig feucht halten, dann normal weiterpflegen.

Basilikum überwintern (Wohnung)

Überwintern klappt am ehesten mit mehrjährigen/strauchigen oder kompakten Basilikumtypen (z. B. Buschbasilikum). Klassisches Genoveser-Basilikum schafft es in der Wohnung oft nur bedingt, besonders wenn das Licht im Winter knapp ist.

  • Standort: so hell wie möglich (Süd-/Westfenster), keine kalte Zugluft.
  • Temperatur: hell & eher warm; dauerhaft kühle Fensterbänke vermeiden.
  • Licht: bei dunklen Wintertagen kann Zusatzlicht die Chancen deutlich erhöhen.
  • Gießen: weniger als im Sommer, aber nie komplett austrocknen; keine Staunässe.
  • Rückschnitt: sparsam einkürzen, damit die Pflanze nicht vergeilt.
  • Kontrolle: regelmäßig auf Schädlinge prüfen (Spinnmilben sind drinnen häufig).

Gute Pflanznachbarn & Mischkultur

Basilikum passt im Topf besonders gut zu wärmeliebenden Pflanzen. Auf dem Balkon kannst du den Platz effizient nutzen, wenn die Ansprüche ähnlich sind.

  • Gute Nachbarn: Tomate, Paprika/Chili, Salate.
  • Topf-Kombi: nur mit ausreichend Volumen – in Mini-Töpfen entsteht schnell Konkurrenz um Wasser und Nährstoffe.
  • Vermeiden: sehr trockene Standorte oder enge Mischungen, die die Erde ständig austrocknen.
  • Gute Kombis für Balkonkästen: Basilikum + Salat (bei guter Feuchte) oder Basilikum + Chili (bei ausreichend großem Kasten).

Basilikum-Sorten (Kurzüberblick)

  • Genoveser: klassisch für Pesto; mittelgroß, topftauglich; Trocknen eher nein; Überwinterung meist nur bedingt.
  • Thai-Basilikum: würzig-anisig; stabiler Wuchs; Trocknen eher nein; Überwinterung je nach Licht mittlere Chance.
  • Zitronenbasilikum: frisch-zitrus; topftauglich; Trocknen eher nein; Überwinterung eher schwierig bei wenig Licht.
  • Buschbasilikum: kompakt; sehr gut für Topf und Fensterbank; Trocknen eher ja; Überwinterung am ehesten.

Häufige Probleme und ihre Lösungen

Blattläuse und andere Schädlinge bekämpfen

Blattläuse lieben zarte Basilikumtriebe. Bei leichtem Befall hilft Abspülen mit einem harten Wasserstrahl. Wiederhole das drei Tage hintereinander. Für hartnäckige Fälle mische eine Spülmittel-Lösung (1 TL auf 1 Liter Wasser) und sprühe sie abends auf die Blätter.

Schnecken meiden Basilikum meistens, aber Raupen können Löcher fressen. Regelmäßiges Absammeln ist hier die beste Methode. Vorbeugend hilft ein engmaschiges Gemüsenetz über jungen Pflanzen.

Problem Wahrscheinliche Ursache Sofortmaßnahme
Blattläuse (kleine grüne/schwarze Tiere) weiche Neutriebe, trockene/warme Luft abduschen, befallene Spitzen entfernen, ggf. Spülmittel-Lösung abends anwenden
Spinnmilben (feine Gespinste, helle Sprenkel) zu trockene Heizungsluft, besonders im Zimmer isolieren, gründlich abduschen, Luftfeuchte erhöhen, stark Befallenes zurückschneiden
Trauermücken (kleine schwarze Fliegen aus der Erde) zu nasse Topferde Gießen reduzieren, Oberfläche abtrocknen lassen, gelbe Tafeln/Neem, ggf. umtopfen
Mehltau (weißlicher Belag) echter Mehltau eher bei trocken-warm; falscher eher bei feucht-kühl befallene Blätter entfernen, luftiger stellen, nicht über Blätter gießen
Umfallkrankheit (Jungpflanzen kippen um) zu nass, schlechte Belüftung sparsamer gießen, bessere Luftzirkulation, sterile Anzuchterde nutzen
Wurzelfäule Staunässe/kein Abzug sofort umtopfen, faule Wurzeln entfernen, Drainage verbessern

Braune Blätter: Ursachen und Soforthilfen

Braune Blattränder sind oft ein Zeichen für Staunässe. Prüfe die Drainage im Topf und gieße vorerst weniger. Bei fauligen Wurzeln rettest du die Pflanze nur durch Umtopfen in trockene, lockere Erde.

Braune Flecken mit gelbem Hof deuten auf Pilzbefall hin. Entferne betroffene Blätter sofort und behandle die Pflanze mit Schachtelhalmbrühe. Vorbeugend hilft ausreichender Abstand zwischen den Pflanzen für gute Luftzirkulation.

  • Schlaffe Blätter mittags: kurzfristiger Hitzestress – vorübergehend schattieren und gleichmäßig feucht halten.
  • Viele gelbe Blätter: häufig zu nass/zu dunkel oder Nährstoffmangel im Topf – Gießrhythmus prüfen, Standort heller, moderat düngen.

Übrigens: Gelbe Blätter unten am Stiel sind meist normaler Alterungsprozess. Solange die Triebspitzen gesund sind, besteht kein Grund zur Sorge.

FAQ

Wie oft Basilikum gießen?

Gieße, sobald die obersten 2–3 cm Erde trocken sind (Fingerprobe). Im Sommer im Topf oft täglich prüfen, bei kühlerem Wetter seltener. Wichtig: gleichmäßig feucht halten und überschüssiges Wasser im Untersetzer nach kurzer Zeit abgießen.

Warum hängt Basilikum trotz Gießen?

Hängende Blätter trotz Gießen kommen häufig von Staunässe, verdichteter Erde oder einem überfüllten Supermarkt-Topf. Prüfe, ob der Topf Abzugslöcher hat und die Erde muffig/nass ist. Sofort helfen: Wasser ablaufen lassen, ggf. umtopfen (mit Drainage) und 1–2 Tage halbschattig erholen lassen.

Ab wann kann Basilikum nach draußen?

Stelle Basilikum nach draußen, wenn die Nächte stabil mild sind und es nicht mehr unter etwa 10 °C fällt. Gewöhne die Pflanze 3–5 Tage schrittweise an Sonne und Wind (erst halbschattig, dann sonniger), damit die Blätter nicht verbrennen.

Wie rette ich Supermarkt-Basilikum?

Supermarkt-Basilikum ist meist zu dicht gepflanzt. Nimm den Ballen aus dem Topf, teile ihn vorsichtig in 3–6 Portionen und setze sie in frische, lockere Kräutererde in Töpfe mit Abzug und Drainage. Gut angießen, 2–3 Tage halbschattig stellen, danach an einen sehr hellen Platz.

Kann ich Basilikum im Wasser wurzeln lassen?

Ja. Schneide einen 8–12 cm langen Trieb unterhalb eines Blattknotens, entferne die unteren Blätter und stelle ihn ins Wasser. Wechsle das Wasser alle 2–3 Tage. Wenn die Wurzeln einige Zentimeter lang sind (oft nach 7–14 Tagen), kannst du den Steckling eintopfen.

Wie überwintere ich Basilikum in der Wohnung?

Überwintere Basilikum an einem sehr hellen, warmen Platz (Fensterbank, ggf. Zusatzlicht) und schütze es vor kalter Zugluft. Gieße deutlich sparsamer als im Sommer, aber lasse den Ballen nicht komplett austrocknen. Schneide regelmäßig zurück, damit die Pflanze kompakt bleibt, und kontrolliere Indoor-Schädlinge wie Spinnmilben.

Warum werden Basilikumblätter gelb oder braun?

Gelbe Blätter kommen oft von zu viel Wasser/Staunässe oder zu wenig Licht; braune, trockene Ränder eher von Trockenstress, sehr heißer Mittagssonne oder kalter Zugluft. Prüfe zuerst die Erde (nass/muffig vs. trocken), verbessere die Drainage und stelle die Pflanze an einen hellen, geschützten Platz.

Kann man Basilikum trocknen ohne Aroma-Verlust?

Beim Trocknen verliert Basilikum meist deutlich Aroma. Besser ist Einfrieren (gehackt, z. B. mit etwas Öl als Würfel). Wenn du trocknest: sehr schonend, dunkel und luftig trocknen, nicht in praller Sonne und nicht zu heiß.