Gesundheit & Wohlbefinden

Welcher Tee bei Erkältung: So triffst Du die beste Wahl

Veröffentlicht: 20.11.2025
Lesezeit: 4 Min.

Kurzratgeber: Welche Tees helfen bei Erkältung, wie sie zubereitet werden und wann sie Linderung bringen. Praktische Tipps zu Kräutern, Dosierung und begleitenden Maßnahmen.

Welcher Tee bei Erkältung am besten hilft

Tee bei Husten und Schnupfen

Wenn hier in meinem bayerischen Schrebergarten die kalte Luft in die Nase zieht und sich Husten anbahnt, koche ich mir als erstes Thymian- oder Pfefferminztee. In meiner Erfahrung sind das die zuverlässigsten Begleiter, wenn Husten und Schnupfen nerven.

  • Thymian: kräftig-würzig, wärmt angenehm. Bei mir beruhigt er den Hustenreiz spürbar und ich kann wieder ruhiger atmen.
  • Pfefferminze: mentholreich und aromastark. Der Duft allein macht den Kopf freier, das funktioniert super bei verstopfter Nase.
  • Lindenblüten: mild und weich, ideal abends. Ich greife dazu, wenn ich fröstle und mich „warmtrinken“ möchte.
  • Holunderblüten: blumig und tröstlich. Trinke ich gern in den ersten Anzeichen, wenn es im Kopf zu brummen beginnt.

Oft mische ich mir eine Kanne: zum Beispiel Thymian mit Lindenblüten oder Pfefferminze mit Holunder. So bekommt der Tee sowohl eine kräftige als auch eine sanfte Note.

Tee bei Halsschmerzen

Bei rauem, kratzigem Hals hat sich bei mir Salbei bewährt. Ich bereite ihn etwas kräftiger zu, lasse ihn lauwarm werden, gurgle ein paar Schlucke und trinke den Rest. Das fühlt sich für mich angenehm und beruhigend an.

Wenn der Hals sehr trocken ist, mag ich Malve oder Eibisch (sehr mild und „schleimig“ im besten Sinne). Die legen sich sanft an die Schleimhäute. Kamille verwende ich eher zurückhaltend und nur mild aufgebrüht, wenn ich das Bedürfnis nach etwas Blumigem habe.

Hinweis aus meinem Alltag: Honig rühre ich erst in den trinkwarmen Tee ein, damit das Aroma bleibt. Für Kleinkinder ist Honig nicht geeignet.

Wann welcher Tee wirkt

So gehe ich vor, je nachdem, was gerade am meisten stört:

  • Erste Anzeichen und Frösteln: Linden- oder Holunderblüten, gern als Kanne über den Abend verteilt.
  • Verstopfte Nase und Druck im Kopf: Pfefferminztee, schön heiß und duftend.
  • Husten und Brust „belegt“: Thymian, bei Bedarf mit etwas Lindenblüte gemischt.
  • Kratziger Hals: Salbei; bei Trockenheitsgefühl Malve oder Eibisch dazu.
  • Unruhe vor dem Schlafen: Zitronenmelisse bringt bei mir Ruhe in den Abend.

Denkt daran: Tee ist für mich eine wohltuende Unterstützung im Alltag. Wenn Beschwerden länger anhalten oder sehr stark sind, lasse ich das ärztlich abklären.

So bereitest Du Erkältungstee richtig zu

Richtige Ziehzeit und Temperatur

Ich nehme pro Tasse (250 ml) etwa 1 Teelöffel getrocknete Kräuter, übergieße sie mit sprudelnd heißem Wasser und decke die Tasse ab. Abdecken ist der kleine Trick, damit die ätherischen Öle nicht gleich verduften.

  • Pfefferminze: 6–8 Minuten, heiß überbrüht.
  • Thymian: 7–10 Minuten, heiß überbrüht.
  • Salbei: 7–10 Minuten; nicht zu lange, sonst wird er schnell bitter.
  • Lindenblüten: 8–10 Minuten, mild und rund.
  • Holunderblüten: 8–10 Minuten, fein-blumig.
  • Zitronenmelisse: 5–7 Minuten, eher nicht kochend, damit sie zart bleibt.
  • Malve/Eibisch: als Kaltauszug (1–2 TL auf 250 ml kaltes Wasser, 2–4 Stunden ziehen lassen, dann kurz anwärmen).

Ich koche mir bei Erkältung gern gleich eine kleine Kanne, damit ich über den Vormittag verteilt immer wieder einen warmen Schluck nehmen kann.

Praktische Tipps für die tägliche Anwendung

Bei mir klappt es am besten, wenn ich morgens eine Thermoskanne fülle und über den Tag in kleinen Schlucken trinke. Süße ich, dann mit einem Löffel Honig – aber erst, wenn der Tee trinkwarm ist. Zitrone gebe ich nur sparsam dazu, wenn der Hals nicht zu empfindlich ist.

Für losen Kräutertee aus dem Garten nutze ich ein feines Sieb, damit keine Krümel in der Tasse landen. Sehr praktisch ist für mich dieses robuste Teesieb aus Edelstahl*, damit setze ich schnell und sauber einzelne Tassen oder auch Kannen an.

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Mein Tipp: Ich liebe dieses robuste Sieb! Mein Kräutertee wird damit immer perfekt klar und es ist nach dem Gebrauch super schnell wieder sauber.

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Wenn du selbst Kräuter trocknest: Ich schneide im Sommer Thymian, Salbei, Pfefferminze und Zitronenmelisse, trockne sie schonend (hier hilft mir mein Dörrautomat auf niedriger Stufe) und lagere alles dunkel in gut schließenden Gläsern. Beschrifte dir die Gläser mit Pflanze und Erntejahr – im Winter freut man sich über Ordnung im Kräuterschrank.

In meiner Erfahrung lohnt es sich, abends eine sanfte Mischung (z. B. Lindenblüte + Zitronenmelisse) zu trinken und tagsüber zu den „kräftigeren“ Kräutern zu greifen. Das hält mich gut über den Tag, ohne den Magen zu reizen.

FAQ

Welcher Tee bei Erkältung eignet sich am besten und worauf sollte ich bei der Auswahl achten?

Aus meiner Erfahrung sind milde Kräutertees wie Kamille, Lindenblüten, Salbei und Pfefferminze gute Allrounder bei Erkältung. Achte auf frische oder hochwertige lose Tees und vermeide koffeinhaltige Sorten am Abend, damit Du dich gut ausruhen kannst. In meinem Garten bevorzuge ich frische Kräuter, weil sie oft intensiver im Geschmack sind.

Welcher Tee hilft bei Husten, welcher bei Schnupfen und welcher bei Halsschmerzen?

Ich habe festgestellt, dass Thymian oder ein Ingwer-Kräutertee bei trockenem Husten oft Linderung bringen, während Pfefferminze und Eukalyptus-haltige Mischungen die Nase frei machen können. Gegen Halsschmerzen sind Salbei und Kamille bewährt, weil sie mild und beruhigend wirken. Kombiniere gern frische Gartenkräuter mit getrockneten Tees, je nachdem, was Du gerade zur Hand hast.

Wie bereite ich Erkältungstee richtig zu und welche Dosierung ist sinnvoll?

Aus meiner Praxis ist es hilfreich, den Tee nicht zu stark zu machen und ihn warm, aber nicht kochend heiß zu trinken – das schont den Hals. Ich trinke meist ein bis drei Tassen am Tag; frische Kräuter entfalten oft schneller Aroma, getrocknete sind länger haltbar. In meinem Garten taste ich mich an der Stärke nach Geschmack heran und höre auf meinen Körper, ob Dir mehr oder weniger hilft.

Kann ich die empfohlenen Kräuter selbst im Garten anbauen und wie ernte/lagere ich sie für Tee?

Ja, viele Erkältungskräuter wie Salbei, Thymian, Pfefferminze und Kamille lassen sich gut im Garten oder im Topf ziehen. Ernte die Blätter und Blüten morgens nach dem Tau, trockne sie im Schatten und lagere sie luftdicht und dunkel – so bleiben Aroma und Wirkung lange erhalten. In meinem Garten nutze ich frische Blätter direkt, wenn es schnell gehen soll.

Wie schnell wirken die Tees und wann sollte ich neben Tee noch andere Hausmittel nutzen oder medizinische Hilfe suchen?

Ich habe festgestellt, dass Hals- oder Nackenwärme und eine Tasse Tee oft schon nach einigen Stunden Erleichterung bringen, bei Husten oder verstopfter Nase merkt man oft innerhalb eines Tages Besserung. Wenn Fieber stark ansteigt, Atemnot auftritt, Blut im Auswurf erscheint oder sich die Symptome nach einer Woche nicht bessern, solltest Du medizinische Hilfe suchen. Kombiniere Tee mit Ruhe, Flüssigkeitszufuhr und warmen Umschlägen aus meiner Erfahrung für schnellere Linderung.