Oregano

Blühende Oreganopflanze mit violetten Blüten und aromatischen Blättern
Oregano ist ein kräftiges Küchenkraut mit mediterranem Profil und vielseitigem Einsatz in warmen Gerichten und Marinaden.

Herkunft und Geschichte

Oregano (Origanum vulgare) stammt aus dem Mittelmeerraum und gehört zur Familie der Lippenblütler. Das Kraut ist eng mit Majoran und Thymian verwandt und wurde bereits in der Antike sowohl kulinarisch als auch traditionell heilkundlich genutzt.

Mit der Verbreitung mediterraner Küche wurde Oregano international bekannt und ist heute vor allem in italienischen, griechischen und lateinamerikanischen Gerichten verbreitet.

Verwendung in der Küche

Oregano hat ein kräftig-würziges, leicht herb-bitteres Aroma. Im Vergleich zu vielen anderen Kräutern verträgt er längere Garzeiten gut und entwickelt beim Mitkochen eine stabile Würze.

  • Tomatengerichte: Pizza, Pastasaucen, Lasagne und Schmorgerichte.
  • Mediterrane Küche: Salate, Feta, Gemüse und Ofengerichte.
  • Marinaden: Für Fleisch, Tofu und Ofengemüse.
  • Kräuteröl: Getrocknete Blätter für aromatisiertes Öl.

Frischer Oregano ist meist milder, getrockneter Oregano intensiver. Vor der Verwendung können getrocknete Blätter kurz zwischen den Fingern zerrieben werden, um das Aroma besser freizusetzen.

Traditionelle Anwendung und Einordnung

Oregano enthält unter anderem ätherische Öle wie Carvacrol und Thymol sowie weitere sekundäre Pflanzenstoffe. In der traditionellen Nutzung wird er bei leichten Verdauungsbeschwerden und während Erkältungsphasen als Tee oder Gewürz erwähnt.

  • Verdauung: Traditionell als begleitendes Kraut bei schwereren Speisen.
  • Aromatische Teezubereitung: Wird in Hausrezepten bei Hals- und Rachenreizungen genutzt.
  • Antioxidative Inhaltsstoffe: Beitrag zu einer kräuterreichen Ernährung.

Labordaten zu antimikrobiellen Effekten sind nicht direkt mit einer medizinischen Selbstbehandlung gleichzusetzen. Kulinarische Mengen sind üblich unproblematisch, bei konzentrierten Ölen oder Extrakten ist Vorsicht sinnvoll.

Anbau und Ernte

Oregano ist robust und vergleichsweise pflegeleicht. Er bevorzugt sonnige Standorte, lockeren Boden und eher mäßige Nährstoffversorgung.

  • Standort: Sonnig und warm.
  • Boden: Durchlässig, eher mager, ohne Staunässe.
  • Pflege: Moderat giessen, wenig düngen, regelmäßig rückschneiden.
  • Ernte: Vor oder während der Blüte schneiden, dann ist das Aroma meist am intensivsten.

Zum Konservieren eignen sich Trocknen und Einfrieren. In kalten Regionen profitieren Topfpflanzen von einem geschützten Winterstandort.